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AWO Diskussionsforum „Vorurteile, Ressentiments und Populismus“: Antisemitismus. Zur Präsenz eines Ressentiments.

20.03.2018
Anlässlich des morgigen Internationalen Tages gegen Rassismus fand heute beim AWO Bundesverband das Diskussionsforum „Vorurteile, Ressentiments und Populismus“ statt. Diesjähriger Schwerpunkt ist der stärker werdende Antisemitismus. „Mit Sorge vernehmen wir, dass in den letzten Jahren die Hemmschwelle für hasserfüllte Äußerungen und Handlungen enorm gesunken ist. Auf diese Entwicklung möchten wir hinweisen und über Lösungen und Handlungsoptionen diskutieren“, begrüßte der AWO Präsident Wilhelm Schmidt die rund 70 Teilnehmenden. Es entspricht grundsätzlich der Überzeugung der AWO, sich deutlich gegen menschenverachtende Ideologien zu positionieren und ihre Rolle als demokratische Akteurin der Zivilgesellschaft wahrzunehmen.

Im Jahr 2017 stieg die Zahl der antisemitischen Vorkommnisse: Fahnen mit dem Davidstern wurden verbrannt, Juden beschimpft und angepöbelt, jüdische Schulkinder gemobbt und beleidigt. „Diese besorgniserregenden Vorfälle führten uns  vor Augen, wie schnell antisemitische Ressentiments aktiviert und instrumentalisiert werden“, zeigte sich Wilhelm Schmidt besorgt. Die AWO nimmt den zweiten Antisemitismusbericht des Deutschen Bundestages zum Anlass, um über dessen Ergebnisse und Forderungen zu diskutieren. Der Einführungsvortrag der Soziologin Beate Küpper „Ausmaß und Entwicklung antisemitischer Einstellungen“ bot Impulse für die anschließende Diskussion, an der Marina Chernivsky, Heike Radvan und Margit Weihnert beteiligt waren. Die Moderation übernahm Toralf Staud.

Der zweite Antisemitismusbericht versucht eine Bestandsaufnahme gegenwärtiger antisemitischer Strömungen in Deutschland vorzunehmen. Auch die Wohlfahrtsverbände werden in dem Bericht aufgefordert, ihre Präventions- und Bildungsarbeit zu stärken. Im Ergebnis organisiert die AWO Bundesakademie in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWSt) zwei Veranstaltungen:

  1. Workshop zur Erinnerungskultur „Geschichte im Gedächtnis“ am 12.-13. Juni 2018 in Berlin (Anmeldung: Geschichte im Gedächtnis)
  2. Workshop zum gegenwärtigen Antisemitismus „Ist Jude ein Schimpfwort?“ am 8.-9. Oktober 2018 in Berlin (Anmeldung: Ist Jude ein Schimpfwort?).