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AWO-Sozialbarometer: 79 % der Deutschen finden Pläne zur Gesundheitspolitik ungerecht

01.11.2010 Laut AWO-Sozialbarometer finden 79 Prozent der Deutschen die Pläne der Bundesregierung ungerecht, dass Zusatzbeiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung zukünftig nur noch von Arbeitnehmern und nicht mehr zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und –nehmern getragen werden sollen.

"Dieses Ergebnis zeigt einmal mehr, wie tief die Bürger mittlerweile von der Politik der schwarz-gelben Bundesregierung in ihrem Gerechtigkeitsempfinden getroffen sind", so der AWO-Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. Schon jetzt sollen Versicherte einen Anteil von 8,2 % alleine übernehmen. Künftig müssten sie mit weiteren Zusatzbeiträgen und Eigenbeteiligungen rechnen. "Die AWO lehnt die geplante einseitige Festschreibung des Arbeitgeberanteils in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf 7,3 % von daher entschieden ab", unterstreicht Stadler. Dies sei eine weitere Aushöhlung der solidarisch finanzierten Gesetzlichen Krankenversicherung.

Aktuelle Berechnungen zeigten, dass jährliche beitragspflichtige Einnahmen in der GKV um zwei Prozent steigen und die Ausgaben um vier Prozent weiterhin überproportional wachsen. Wenn man dieses Szenario bis zum Jahr 2020 fortschreibe, dann erreiche der Zusatzbeitrag für Arbeitnehmer monatlich ca. 75 Euro. "Die Bürgerversicherung, die alle Einkommensarten zur sozial und gerechten Finanzierung einbezieht, muss kommen. Nur das ist sozial ausgewogen und solidarisch", betont der AWO-Bundesvorsitzende.

Weiterführende Informationen unter: www.awo-sozialbarometer.org