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AWO begrüßt Präventionsgesetz – fordert aber Nachbesserungen

20.03.2015 Anlässlich der heutigen ersten Beratung im Bundestag zum Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker: „Wir begrüßen die Gesetzesinitiative der Bundesregierung zur Stärkung der Prävention und Gesundheitsförderung ausdrücklich. Es wird Zeit für ein Gesetz, das auf die Verbesserung der Gesundheit der gesamten Bevölkerung abzielt.

Präventionsstrategien sind nur erfolgreich, wenn es ihnen gelingt, gesundheitsförderliche Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen für alle Menschen zu gestalten. Denn nur so kann gesundheitlicher Ungleichheit entgegengewirkt werden. Die AWO setzt sich vehement für die Verminderung sozialer und - leider damit einhergehender - gesundheitlicher Ungleichheit ein.

Der bisherige Gesetzesentwurf will Gesundheitsförderung und Prävention in den Lebenswelten der Menschen stärken, die Rahmenbedingungen für die betriebliche Gesundheitsförderung verbessern und die Leistungen der Krankenkassen zur Früherkennung von Krankheiten weiterentwickeln. Zu begrüßen ist, dass für Prävention zukünftig Mehrausgaben in Höhe von 240 Millionen Euro zur Verfügung stehen werden. Fraglich ist aber, ob es gelingt mit diesen Mehrausgaben gezielt die Menschen vor Ort zu erreichen.

Prävention und Gesundheitsförderung sind von Beginn des Lebens an wichtig. Sie wirken aber auch im Alter und im Fall von Pflegebedürftigkeit einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes entgegen oder können diese Verschlechterung zumindest hinauszögern. Deshalb begrüßt es die AWO, dass zukünftig pflegebedürftige Menschen stärker an Leistungen der Prävention und Gesundheitsförderung teilhaben sollen. Die AWO fordert aber, dass die Pflegeversicherung aus der Leistungsfinanzierung originärer Krankenkassenleistungen, wie Prävention und Gesundheitsförderung es sind,  herausgenommen wird.

Grundsätzlich erwartet die AWO von der Bundesregierung eine Gesamtstrategie. Prävention ist eine komplexe Querschnittaufgabe aller Politikfelder. Eine ressourcenorientierte Prävention und Gesundheitsförderung muss an den krankmachenden Lebensbedingungen ansetzen und darf sich nicht auf medizinische Prävention beschränken. Daher kann die Umsetzung verhältnispräventiver Maßnahmen nur im Zusammenspiel mit anderen Politikressorts, beispielsweise der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik, gelingen.“