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AWO fordert: Senken des Rentenniveaus sofort stoppen

03.07.2017
In zwölf Wochen gilt es, den deutschen Bundestag zu wählen, deshalb startet die AWO heutet ihren Wahlcountdown. Das heißt bis zum Wahltag am 24. September 2017: jede Woche neu, 12 Forderungen an die Politik, eingebettet in 12 Themenwochen. Los geht’s heute mit der ersten Themenwoche zum Thema Alterssicherung. „Die AWO fordert, ein weiteres Absinken des Rentenniveaus sofort zu stoppen“, erklärt der Präsident der AWO Wilhelm Schmidt die erste Forderung der AWO. In seinem Drei-Fragen-Interview erklärt Schmidt dazu: „In den nächsten Jahren wird das Rentenniveau erheblich sinken, wenn die zukünftige Bundesregierung nicht gegensteuert. Die AWO fordert aus diesem Anlass von den Parteien ein klares Bekenntnis zum Schutz des Rentenniveaus.“

Zwar sind die Renten am 1. Juli 2017 in den alten Bundesländern um 1,90 Prozent und in den neuen Bundesländern sogar um 3,59 Prozent gestiegen, doch schon in diesem Jahr bleiben die Renten hinter der maßgeblichen Lohnentwicklung zurück. Deshalb dürfen selbst die derzeit soliden Rentenerhöhungen nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Rentenniveau in den nächsten Jahren stark fallen wird. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) wird das Rentenniveau von heute rund 48 Prozent auf rund 45 Prozent im Jahr 2030 und unter 42 Prozent ab dem Jahr 2040 sinken. „Die Politik darf nicht abwarten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Die AWO fordert daher von allen Parteien für den neuen Bundestag, Lösungen zu finden, um das jetzige Rentenniveau zu stabilisieren. Hierzu müssen die Kürzungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel noch in diesem Jahr gestrichen werden. Nur so kann verhindert werden, dass die Renten noch weiter hinter der Lohnentwicklung zurückbleiben“, erklärt AWO Präsident Schmidt.

Im Rahmen ihres Wahlcountdowns wird die AWO ab heute jeweils montags durch ein Drei-Fragen-Interview eine Themenwoche einleiten. Alle Infos werden auf der AWO Homepage awo.org und in den Social-Media-Kanälen des AWO Bundesverbandes gestreut. Die Kampagne wird im Netz unter dem Hashtag #awobtw17 gebündelt.