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AWO fordert umfassendes Verbot von Tabakwerbung

31.05.2016
Am heutigen Welt-Nichtrauchertag macht die AWO auf ihre Forderung nach einem umfassenden Tabakwerbeverbot aufmerksam, für das sie sich gemeinsam mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS), der Deutschen Krebshilfe und des Aktionsbündnisses Nichtrauchen e.V. (ABNR) stark macht. „Der Einfluss von Tabakwerbung ist erwiesenermaßen auf Jugendliche und junge Erwachsene besonders groß. Die Werbung verleitet zum Rauchen und erschwert es später, mit dem Rauchen wieder aufzuhören“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker die Unterstützung der AWO und ergänzt: „Tabak sollte nicht mehr als Genussmittel inszeniert werden dürfen, sondern als das dargestellt werden, was es ist: ein Suchtstoff mit schweren gesundheitsschädigenden Konsequenzen.“

Mit einem Verbot von Tabakwerbung beschäftigte sich nach dem Willen der Bundesregierung bald auch der Bundestag. Allerdings geht der AWO das von der Bundesregierung geplante Verbot nicht weit genug. So soll ab 2020 keine Werbung von Tabakprodukten mehr an Litfaßsäulen und auf Plakaten zu sehen sein. Jedoch soll Tabakwerbung in Fachgeschäften, Verkaufsstellen und an Tankstellen erlaubt bleiben; ebenso in Kinos bei Filmen für Zuschauer über 18 Jahren. Im europäischen Vergleich kann damit nur noch in Bulgarien und Deutschland für Zigaretten und Rauchwaren geworben werden.

Nach Meinung der AWO braucht es ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte, das neben einem Verbot der Außenwerbung auch ein Verbot von Werbefilmen für Tabakwaren im Kino, ein Verbot der Sichtbarkeit von Tabakprodukten an Verkaufsstellen und ein Verbot des nationalen Sponsorings umfasst. Auch die Einheitsverpackung von Zigarettenschachteln ohne Logo, markeneigene Farben oder Design-Elemente - das sogenannte „Plain Packaging“ - sollte gemäß der Europäischen Tabakproduktrichtlinie, Teil des Werbeverbotes sein. Tabakwerbung fördert sowohl direkt als auch indirekt die gesellschaftliche Anerkennung des Rauchens.

Der diesjährige Welt-Nichtrauchertag  steht unter dem Motto: „Kein Platz für giftige Botschaften: Stoppt Tabakwerbung jetzt!“ Nach Aussage der  Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jedes Jahr ca. sechs Millionen Menschen durch Tabakkonsum, in Deutschland sind es etwa 120.000 Männer und Frauen. Obwohl der Zigarettenkonsum in den letzten Jahren rückläufig war, hat er 2015 wieder leicht zugelegt.