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AWO unterstützt Forderungen nach verbessertem Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge

16.10.2013 „Dies wäre endlich eine tatsächliche Erleichterung und praktische Hilfe für die Betroffenen und ihre Familien“, erklärt AWO Vorstandsmitglied  Brigitte Döcker in Bezug auf die Forderungen verschiedener Parteien und des Präsidenten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge zu prüfen, in wie fern qualifizierte Flüchtlinge eine Möglichkeit zum Arbeitsaufenthalt auch bei aussichtslosem Asylverfahren erhalten können. Die AWO fordert seit vielen Jahren in Deutschland lebenden Flüchtlingen ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben mit gleichberechtigtem Zugang zu Bildung, Ausbildung und drei Monate nach ihrer Einreise einen freien Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. 

„In unseren Beratungsstellen erleben wir täglich, dass mannigfaltige Ressourcen der Flüchtlinge nicht genutzt werden und die Menschen davon abgehalten werden für ihren Lebensunterhalt selbst aufzukommen“, kritisiert Döcker. Die AWO fordert insbesondere die Abschaffung der bürokratischen Hürden wie der sogenannten Vorrangprüfung, der Prüfung, ob es für eine bestimmte Stelle einen bevorrechtigten Arbeitnehmer mit einem besseren Aufenthaltsstatus gibt, oder der Erbringung bestimmter Papiere, die nur im Verfolgerstaat zu bekommen sind oder auf der Flucht verloren gingen. „Eine verantwortungsvolle Politik mit dem Ziel, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken,  muss allen Menschen Chancengerechtigkeit ermöglichen“, betont Döcker. Selbst wenn Migranten und Flüchtlinge nach temporären Aufenthalten oder abgelehnten Asylverfahren in ihre Herkunftsländer zurückgehen, könnten sie viele Kenntnisse und Erfahrungen im Heimatland einsetzen und dort zu einer Demokratisierung beitragen.