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Der Pflege helfen nur Taten

09.04.2014 „Es ist erfreulich, dass die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff umsetzen will. Doch klar ist auch, dass bereits Gutachten von zwei Expertenbeiräten sowie weitere wissenschaftliche Expertisen vorliegen. Die nun eingeführte Modellphase darf nicht die Umsetzung unnötigerweise verzögern“, erklärt AWO Vorstandsvorsitzender Wolfgang Stadler. Gestern hatte Bundesminister Hermann Gröhe eine Erprobungsphase des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs angekündigt. Demnach soll auf Basis zwei neuer Modellprojekte ein neues Gutachten Anfang 2015 veröffentlicht werden.

Die Arbeiterwohlfahrt hat in den letzten Jahren für eine Umsetzung gekämpft, denn der mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff verbundene Paradigmenwechsel in der Pflegeversicherung ist dringend notwendig. Für die zahlreichen pflegebedürftigen Menschen werden immer neue Gutachten und Modelle jedoch keine Veränderung bewirken. Am Ende braucht es politischen Willen, auch Taten folgen zu lassen. „Jede Verzögerung bei der Umsetzung dieser Politik ist unerfreulich, denn gepflegt wird ja nicht in der Zukunft, sondern heute jeden Tag. Wirklich helfen würde es, wenn man das vor sieben Jahren entwickelte Konzept des neuen Pflegebedürftigkeitskonzepts umsetzt“, unterstreicht Stadler. „Zudem sind die neuen Bedarfsgrade mit entsprechenden Leistungen zu hinterlegen."

Der Beitrag der Pflegeversicherung wird zum ersten Januar 2015 in einem ersten Schritt um 0,3 Prozent angehoben. „Ob es förderlich ist davon 0,1 Prozent in einen Zukunftsfonds zu investieren, ist fraglich. Vielmehr sollte das Geld in sofortige Leistungsverbesserungen und für die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs eingesetzt werden“, hebt der Vorstandsvorsitzende hervor.