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Deutschland als Einwanderungsland: Gute Rahmenbedingungen für alle schaffen

21.01.2015 „Der Bericht verdeutlicht, dass die Stimmungsmache gegen Zuwanderer nichts mit der Realität in Deutschland zu tun hat“, kommentiert AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker den Entwurf des Migrationsberichtes der Bundesregierung. Dieser wurde am heutigen Mittwoch im Bundeskabinett beraten. „Die Menschen kommen, um hier zu leben und zu arbeiten. Sie kommen nicht, um von Sozialleistungen zu leben. Allerdings entscheiden sich zwei Drittel von ihnen wieder zu gehen. Deutschland muss sich als Einwanderungsland mit einer Willkommenskultur darum bemühen, dass die Menschen hier für sich langfristig eine Zukunft sehen“, betont Döcker.

Dem Bericht zufolge kommen von den 1,23 Millionen Zugewanderten mehr als 75 Prozent aus europäischen Staaten. 800.000 dieser Menschen wandern allerdings auch wieder ab bzw. kehren zurück. „Deutschland muss sich als ein attraktives Land mit gelebter Willkommenskultur zeigen“, betont Döcker. Zur Erinnerung: in den Jahren 2008 und 2009 wurde in Deutschland ein negativer Wanderungssaldo registriert, d.h. mehr Menschen wanderten aus als ein. Im Januar 2011 vernahm man mit großem Aufatmen, dass die Bevölkerung in Deutschland wieder zunehme. „Es ist eine sehr wichtige Aufgabe der Politik deutlich zu machen, dass Einwanderung  unserer Gesellschaft gut tut und viele Lebens- und Wirtschaftsbereiche ohne eingewanderte Menschen gar nicht mehr organisiert werden könnten. Menschen, die heute gegen eine vermeintliche Überfremdung demonstrieren, könnten schon morgen auf die Pflege durch Zugewanderte angewiesen sein“, stellt Döcker abschließend klar.