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Die Opferrolle verlassen und die eigene Gesundheitssituation lösungsorientiert verbessern - Gesundheitsmoderatoren sollen für spürbare Entlastungen in den AWO-Kitas sorgen

06.11.2014 Die Motivation der angehenden Gesundheitsmoderatorinnen, ist klar: die Situation für die MitarbeiterInnen etwas zu entschärfen und selbst etwas für sich und die KollegInnen im Team zu tun, werden doch die strukturellen Probleme und Rahmenbedingungen in den Kitas zunächst bestehen bleiben. Voller Tatendrang sowie mit Freude und Spaß am Thema haben sich nun die ersten 10 Kita-Fachkräfte am 6. November 2014  in Frankfurt an der Oder zum Auftaktworkshop getroffen, um sich im Rahmen der Gesundheitsinitiative ICH LEBE GESUND in einem einjährigen Prozess zu Gesundheitsmoderatorinnen qualifizieren und bei ihren ersten konkreten Maßnahmen intensiv begleiten und beraten zu lassen.

Sie können dann ein wunderbares Puzzleteil oder gar eine tragende Säule im betrieblichen Gesundheitsmanagement für eine einzelne Kita werden, indem sie Gesundheitszirkel initiieren und diese moderieren, Gesundheitsthemen speziell an den Bedürfnissen der eigenen Kita identifizieren -  gemeinsam mit dem Team und mit Unterstützung des Trägers. Sie entwickeln reale eigene Maßnahmepläne und führen mit einfachen Ideen, spürbare Verbesserungen herbei, um die Belastungsspirale in den Kitas schneller zu durchbrechen. Denn genau das ist das Ziel eines neuen Angebots im Rahmen der AWO-Gesundheitsinitiative ICH LEBE GESUND.

In einem ersten Schritt werden den 10 Fachkräften Grundlagen für diese Aufgabe vermittelt. Methodenwissen und -kompetenzen stehen deshalb in den ersten Workshops zunächst im Vordergrund. Diese werden auf die Bedürfnisse der Erzieherinnen und deren individuellen Fähigkeiten angepasst und das zugrundeliegende Qualifikations- und Begleitungskonzept maßgeschneidert weiterentwickelt. Insofern stand beim Auftaktworkshop am 06. November 2014 das gegenseitige Kennenlernen von Interessen und Erfahrungswissen im Vordergrund. Mit dem über die ersten Monate erworbenen Fachwissen und Analysetechniken und Methoden sowie den eigenen Erfahrung im Sinn sollen ab dem Frühjahr 2015 individuell stimmige und praxisnahe Maßnahmen entwickelt werden, die möglichst für eine hohe Akzeptanz in den einzelnen Kita-Teams und beim Träger sorgen. Intensive Beratung und Begleitung sowie ein reger Austausch untern den zukünftigen Gesundheitsmoderatorinnen im gesamten Qualifizierung- und Begleitungszeitraum sollen dafür sorgen, dass der Praxistransfer auch über die Projektphase hinaus wirkt. Die Trainerin und Beraterin des ZAGG, Anke Blaschka, wird darüber hinaus ein Steuerungsgremium für das Projekt und damit nicht nur die Teilnehmerinnen aus den Kitas, sondern auch die Träger begleiten.

Das Projekt des AWO Landesverbandes Brandenburg e.V. wird finanziell unterstützt durch die IKK Brandenburg und Berlin sowie der AOK Nordost – Die Gesundheitskasse. Und auch jene Unterstützung durch den Träger und die anderen Team-Kolleginnen ist viel wert und sollte deshalb nicht unerwähnt bleiben: die engagierten Kolleginnen des AWO Bezirksverbandes Brandenburg Ost, des AWO Kreisverbandes Fürstenwalde e.V. sowie der AWO Ostprignitz-Ruppin gGmbH dafür freizustellen und die zunächst zusätzliche Belastung durch die Abwesenheit dieser auf sich zu nehmen.