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Informationen

Eröffnung einer Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder der DDR

06.07.2012 Auf der Grundlage des Landtagsbeschlusses vom 7. Juni 2012 wird bei der brandenburgischen Aufarbeitungsbeauftragten Ulrike Poppe ab dem 2. Juli 2012 eine Anlauf- und Beratungsstelle für Menschen, die in der DDR in Säuglingsheimen oder Heimen der Jugendhilfe waren,  eingerichtet.

Die Arbeit der Anlaufstelle gründet sich auf den Fonds „Heimerziehung in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990“. Der Bund und die ostdeutschen Länder haben dafür 40 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Geld wird für Hilfen eingesetzt, die Menschen bei anhaltenden Belastungen und Schädigungen aus der Zeit ihres Heimaufenthaltes benötigen. Das Land Brandenburg beteiligt sich mit insgesamt 3,22 Millionen Euro am Fonds „Heimerziehung in der DDR“.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Anlaufstelle gehören Gespräche über die Lebensgeschichte der Betroffenen, die Unterstützung bei Aktensuche und Akteneinsicht sowie die Geltendmachung von Hilfen aus dem Fonds. Darüber hinaus arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Stellen zusammen, die für die Prüfung von Ansprüchen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen zuständig sind, kooperieren mit anderen Beratungsstellen, machen den Fonds in der Öffentlichkeit bekannt und unterstützen Selbsthilfeaktivitäten der ehemaligen Heimkinder.

Bisher haben sich schon ca. 300 Betroffene an die Aufarbeitungsbeauftragte gewandt, mit vielen weiteren Anfragen wird gerechnet. Zwischen 1949 und 1990 lebten auf dem Gebiet des heutigen Landes Brandenburg ca. 75.000 Kinder und Jugendliche in Heimen der Jugendhilfe, ca. 20.000 davon in sogenannten Spezialheimen.

Die Anlauf- und Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder in der DDR befindet sich in der Hegelallee 3, 14467 Potsdam. Sie ist telefonisch mittwochs und donnerstags von 14 bis 18 Uhr erreichbar unter 0331/ 237 292 17 oder per E-Mail unter [E-Mail anzeigen] 

Quelle: MBJS