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Planlosigkeit beim Betreuungsgeld zeigt Sinnlosigkeit

21.11.2011 „Die Planlosigkeit in Sachen Betreuungsgeld zeigt deutlich, das diese Leistung weder durchdacht noch sinnvoll ist“, kommentiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler am Wochenende laut gewordene Forderungen des CSU-Vorsitzenden Horst Seehofers.

Demnach sollen zum Beispiel Bezieher von Hartz-IV kein Betreuungsgeld erhalten, was im direkten Widerspruch zu Forderungen vieler Parteikollegen Seehofers steht. Nach wie vor weiß also niemand, welche Voraussetzungen Eltern erfüllen müssten, um die neue Leistung zu bekommen. Einigkeit herrsche nur in einer Sache: Das Kind darf auf keinen Fall eine Kita besuchen. „Was hier zum Ausdruck kommt, ist eine politische Anti-Kita Kampagne, in der es schon lange nicht mehr um das Wohl der Kinder geht“, erklärt Stadler.
„Die CSU ignoriert, dass über den positiven Nutzen frühkindlicher Bildung, Erziehung und Betreuung mittlerweile Konsens herrscht“, kritisiert Stadler und ergänzt: „Jeder Euro, der hier verausgabt wird, fehlt in der Finanzierung des Betreuungsausbaus.“ Mit der im Vorfeld hoch gepriesenen Wahlfreiheit in Sachen Kinderbetreuung wird das Betreuungsgeld nicht viel zu tun haben. „Dafür wird es leider überhaupt nicht genug Kita-Plätze geben. Die scheint die CSU aber auch nicht zu wollen“, so Stadler abschließend.