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Rassismus ist kein Randphänomen

25.02.2014 „Der Bericht der Europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz (ECRI) unterstreicht bedauerlicherweise erneut, dass die Bundesrepublik den Alltagsrassismus entschiedener in den Blick nehmen muss“, erklärt AWO Vorstandsmitglied Brigitte Döcker. Heute stellt die Kommission ihren fünften Bericht zu Deutschland vor. Als wesentlicher Anstoß für das weitere Denken hierzulande muss der Befund sein, dass Rassismus häufig nur bei organisierten Rechtsextremisten erkannt und als Motiv festgestellt wird. „Es sind aber auch die alltäglichen rassistischen Bemerkungen, Kommentare und unterschwelligen Botschaften, die gegenüber Menschen geäußert werden als Rassismus zu bezeichnen. Rassismus fügt Menschen seelischen Schmerz zu und das jeden Tag“, verdeutlicht das Vorstandsmitglied.

Für die AWO ist klar, dass die jüngsten Forderungen des ECRI zügig umzusetzen sind: „Zentral ist dabei, dass Rassismus als strafverschärfendes Merkmal bei Gewalt- und Hassverbrechen endlich juristisch anerkannt und festgeschrieben wird“, so Döcker. Bereits im Juni 2009 hatte der UN-Sonderberichterstatter zu Rassismus und rassistischer Diskriminierung, Githu Muigai, deutliche Kritik an Deutschland geäußert. „Die neue Regierung sollte nun endlich entschieden gegen Rassismus auf den verschiedenen Ebenen vorgehen und entsprechende Gesetze erlassen.“

Die AWO setzt sich seit Beginn ihrer Arbeit aktiv und mit zahlreichen Projekten gegen Rassismus ein. Zurzeit koordiniert die AWO bundesweit einen Aktionstag zum internationalen Tag gegen Rassismus am 21. März 2014. „Uns geht es darum, das Thema in die öffentliche Diskussion zu tragen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen ihr eigenes Verhalten genauso prüfen, wie das der anderen. Nur so sind die Grenzen im Kopf der Menschen zwischen ‚Wir‘ und ‚die‘ aufzubrechen.“