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Rentenreform muss nachgebessert werden

19.04.2012 „Mit diesem Reformvorschlag kann die Ministerin nicht zufrieden sein“, kritisiert der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler den Rentenentwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anlässlich seiner heutigen Anhörung.

Die Rentenpläne würden zum Beispiel die Tatsache ignorieren, dass es immer mehr Geringverdiener gibt. Deren Einkommen seien aber so niedrig, dass sie automatisch von Altersarmut betroffen sein werden. Auch von dem Konzept der Zuschussrente würden nur Wenige profitieren. „Die Pläne gehen am Kern des Problems vorbei. Hier muss dringend nachgebessert werden“, beanstandet Stadler das Reformvorhaben. 
Besonders enttäuschend findet der AWO Bundesvorsitzende das Konzept der Zuschussrente. Davon würden nur Menschen profitieren, die ohne Unterbrechung gearbeitet haben. In der Realität seien aber viele Menschen immer mal wieder von Arbeitslosigkeit betroffen. Auch nichtpflichtversicherte Selbständige und viele Frauen würden die Hürden hinsichtlich Beitragszeiten und privater Zusatzvorsorge nicht erfüllen können, fürchtet Stadler und erklärt: „Die fallen alle durch das Raster.“
Auch von den Erleichterungen bei der Kombination von Rente und Teilzeitarbeit werden Menschen, die in Berufen mit hohen Belastungen, wie dem Pflegebereich arbeiten, nicht hinreichend profitieren können. Positiv an den Reformplänen sei aber, dass  Erziehungs- und Pflegezeiten in der Rentenversicherung aufgewertet werden sollen. Grundsätzlich aber findet der AWO Bundesvorsitzende, dass es „dringend notwendig ist, weitergehende Reformen für die besonders von Altersarmut bedrohten Gruppen der Geringverdiener, Langzeitarbeitslosen und Selbstständigen ohne ausreichende Altersversorgung zu entwickeln und umzusetzen.“