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Ungleiche Chancen in Deutschland

03.06.2013 53 Prozent der Befragten sind laut aktuellem AWO Sozialbarometer der Ansicht, dass Alter, Herkunft oder Behinderung Gründe für ungleiche Chancen auf eine gute Bildung sind. 72 Prozent der Bürger sehen darin so gar Gründe für Benachteiligung bei der Arbeitsplatzsuche. „Das sind leider sehr ernüchternde Ergebnisse“, so der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler. „Zugleich legen sie schonungslos offen, dass wir es in einem Land wie Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts nicht schaffen, Chancengleichheit für alle herstellen zu können.“

Offenkundig könne es die Vielzahl von Integrationsmaßnahmen für Menschen mit Migrationshintergrund oder Menschen mit Behinderung in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht gewährleisten, den Menschen gleiche Chancen bei Bildung und auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. „Die politisch Verantwortlichen hangeln sich zwar von einem Gipfel zum anderen, aber zukunftsorientierte Diskussionen finden nicht statt. Der Status Quo wird zu oft verwaltet“, betont Stadler. Dabei sei es notwendiger denn je, eine Kultur in Deutschland dafür zu schaffen, in der das Andere anerkannt und eben nicht ausgegrenzt werde. „Was wir deshalb brauchen“, fordert der AWO Bundesvorsitzende, „ist eine fundierte und breite gesellschaftliche Debatte zum Thema Inklusion. Denn nur wenn wir es schaffen, uns systematisch mit der Idee einer inklusiven Gesellschaft zu befassen, können Ungleichheiten in der Gesellschaft behoben werden.“

Diese neuen Herausforderungen seien auch für die AWO Selbstverpflichtung. Der Verband ist aufgefordert, das Thema Inklusion in allen Arbeitsfeldern grundlegend zu diskutieren, um schrittweise einem inklusiven Ansatz gerecht zu werden.

Auftakt dazu ist die 4. Sozialkonferenz Ende Juni in Dortmund. Weitere Informationen:  hier [...].