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AWO fordert Rentenangleichung Ost-West

31.08.2008 Anlässlich des SPD-Landesparteitages übergab die AWO-Landesvorsitzende Dr. Margrit Spielmann ein Positionspapier des AWO Landesverbandes an den SPD-Landesvorsitzenden Matthias Platzeck: Gleichzeitig gratulierte sie dem wieder gewählten SPD-Landesvorsitzenden im Namen des AWO Landesvorstandes.

"18 Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands besteht zwischen den Renten in Ost und West noch immer ein Unterschied von 12 %.

18 Jahre nach der Wiedervereinigung erhalten Rentner in Ostdeutschland, die ihr Leben lang fleißig gearbeitet haben, im Durchschnitt 140,00 € weniger monatliche Rente als Rentner in den Alten Bundesländern.

18 Jahre nach der Wiedervereinigung wächst das Gefühl der ungerechten Behandlung auch bei den Brandenburger Rentnerinnen und Rentnern.

Frühere Ziele sahen bereits im Jahre 1997 eine vollständige Angleichung der Renten in Ost und West. Es ist höchste Zeit, mit einem sofortigen Beginn der stufenweisen Angleichung Gerechtigkeit herzustellen- seit dem Jahr 2003 hat es keine Rentenerhöhungen gegeben. Die Menschen im Ostdeutschland haben Jahrzehnte fleißig gearbeitet, haben sich engagiert und eingebracht – diese Lebensleistungen müssen mit einheitlichen Renten anerkannt werden.

Arbeitslosigkeit und geringe Löhne im Osten haben bereits jetzt schon dazu geführt, dass die Rentenansprüche sich stetig verringert haben. Eine steigende Zahl von Rentnerinnen und Rentnern erhalten neben der geringen Rente noch Leistungen der Grundsicherung, um überhaupt die Miete, die Energiekosten und Lebensmittelkosten finanzieren und somit überleben zu können. Unterbrochene Erwerbsbiografien werden diese Zahlen in den nächsten Jahren um ein Vielfaches ansteigen lassen.

Altersarmut muss jetzt und nicht erst in 5 oder 10 Jahren auf die Agenda! Dann ist es für viele Menschen zu spät.

Wir fordern die SPD im Land Brandenburg auf, sich aktiv für eine zeitnahe Rentenangleichung einzusetzen. Ein solidarisches miteinander verlangt nach einer Gleichbehandlung der Rentner in den Alten und Neuen Bundesländern!"

Die SPD Brandenburg beschloss, sich dieses Themas aktiv anzunehmen und im Rahmen der Bundesratsinitiative aus Mecklenburg-Vorpommern für eine zeitnahe Angleichung der Rentenberechnungssysteme tätig zu werden.